von Ruben Korab B.A | Nov. 5, 2025 | Energieeinsparung
Die österreichische Bundesregierung startet mit der Sanierungsoffensive 2026 ein umfassendes Förderprogramm, das Eigentümerinnen und Eigentümern von Gebäuden neue Chancen eröffnet. Ziel ist es, den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme zu beschleunigen und gleichzeitig die thermisch-energetische Qualität von Gebäuden nachhaltig zu verbessern.
Was wird gefördert?
Die Schwerpunkte liegen auf zwei zentralen Bereichen:
- Kesseltausch: Der Ersatz alter Heizsysteme durch moderne, klimafreundliche Alternativen.
- Sanierungsbonus: Unterstützung für umfassende thermisch-energetische Sanierungen, wie etwa Dämmmaßnahmen oder den Austausch von Fenstern.
Damit profitieren sowohl Ein- und Zweifamilienhäuser als auch mehrgeschossige Wohnbauten und Reihenhausanlagen.
Geförderte Maßnahmen im Detail
1.Einzelbauteilsanierungen
Gefördert werden gezielte Maßnahmen an einzelnen Gebäudeteilen, zum Beispiel:
- Dämmung der Außenwände
- Dämmung der obersten Geschossdecke oder des Daches
- Dämmung der untersten Geschossdecke oder des Kellerbodens
- Tausch von Fenstern und Außentüren
👉 Hinweis: Bei Mehrfamilienhäusern müssen alle Fenster des Gebäudes getauscht werden, nicht nur einzelne Wohnungen.
2.Umfassende Sanierungen
- Sanierungen nach klimaaktiv-Standard („klimaaktiv Gold“ oder „klimaaktiv Silber“)
- Sanierungen nach „gutem Standard“
- Diese Maßnahmen betreffen die gesamte Gebäudehülle und führen zu einer deutlichen Verbesserung der Energieeffizienz.
3.Teilsanierungen mit 40 %-Reduktion
- Förderfähig sind auch Sanierungen, die zu einer Reduktion des Heizwärmebedarfs um mindestens 40 % führen.
- Hierbei können mehrere Einzelmaßnahmen kombiniert werden (z. B. Dämmung + Fenstertausch).
4. Heizkesseltausch
Für Ein- und Zweifamilienhäuser / Reihenhäuser
- Gefördert wird der Ersatz fossiler Heizungen (Öl, Gas, Kohle/Koks, Allesbrenner, Elektrospeicheröfen).
- Neue Systeme können sein:
- Wärmepumpen (Luft/Wasser, Sole/Wasser, Wasser/Wasser)
- Holzzentralheizungen (Pellets, Hackgut, Stückholz – mit Emissionsgrenzwerten)
- Anschluss an Nah- oder Fernwärme
- Antragsberechtigt sind Privatpersonen, unabhängig vom Hauptwohnsitz.
- Förderhöhe: Bis zu 7.500 € pro Anlage sind möglich.
Für Mehrfamilienhäuser
- Auch im mehrgeschossigen Wohnbau wird der Kesseltausch gefördert.
- Förderfähig ist der gesamte Austausch der zentralen Heizungsanlage durch ein klimafreundliches System.
- Besonders attraktiv ist hier der Anschluss an Fernwärme oder eine zentrale Biomasseheizung, da diese Systeme mehrere Wohneinheiten gleichzeitig versorgen können.
- Die Förderung richtet sich an Eigentümergemeinschaften, Hausverwaltungen oder Bauträger.
Fördervoraussetzungen
- Gebäude müssen in der Regel mindestens 15 Jahre alt sein.
- Ein Energieberatungsprotokoll ist bei der Antragstellung verpflichtend.
- Anträge können ab November 2025 gestellt werden, solange Budgetmittel vorhanden sind.
Fördervolumen und Laufzeit
- Ab 2026 stellt der Bund jährlich bis zu 360 Millionen Euro bereit.
- Insgesamt umfasst die Offensive 1,8 Milliarden Euro für den Zeitraum 2026 bis 2030.
- Erste förderfähige Leistungen im Bereich Kesseltausch können bereits ab 3. Oktober 2025 berücksichtigt werden.
Wichtige Neuerung: Energieberatung
Neu ist, dass bei der Registrierung ein Energieberatungsprotokoll vorgelegt werden muss. Damit wird sichergestellt, dass jede Sanierung fachlich fundiert geplant und umgesetzt wird.
Warum jetzt handeln?
- Klimaschutz: Jede Sanierung reduziert den CO₂-Ausstoß und trägt zum Erreichen der Klimaziele bei.
- Wertsteigerung: Energetisch sanierte Gebäude gewinnen an Marktwert und Attraktivität.
- Lebensqualität: Verbesserte Dämmung und moderne Heizsysteme sorgen für mehr Komfort und niedrigere Energiekosten.
Energieausweis als Schlüssel
Für Förderungen ist ein gültiger Energieausweis Voraussetzung. Er dokumentiert den energetischen Zustand des Gebäudes und dient als Grundlage für die Planung und Beantragung von Fördermitteln. Dabei ist sowohl ein Energieausweis vor der Sanierung als auch ein Energieausweis nach der Sanierung erforderlich, um die erzielte Verbesserung des Heizwärmebedarfs (HWB) nachvollziehbar zu machen und die Förderwürdigkeit nachzuweisen.
Als Architekturbüro Korab unterstützen wir Sie bei der Erstellung Ihres Energieausweises und beraten Sie zu den Möglichkeiten der Sanierungsoffensive. So stellen wir sicher, dass Sie bestens vorbereitet sind, wenn die Registrierung im November 2025 startet.
Anfrage für Energieausweis
Wenn Sie von den attraktiven Förderungen der Sanierungsoffensive 2026 profitieren möchten, senden Sie uns einfach Ihre Anfrage. Wir erstellen für Sie ein maßgeschneidertes Anbot, das genau auf Ihr Gebäude und Ihre geplanten Maßnahmen abgestimmt ist. So erhalten Sie nicht nur den erforderlichen Energieausweis, sondern auch eine kompetente Beratung, wie Sie die Fördermöglichkeiten optimal ausschöpfen können.
Hier Klicken und Anfragen
Fazit
Der Sanierungsbonus 2026 ist eine einmalige Chance für Eigentümerinnen und Eigentümer, ihre Gebäude energetisch zu modernisieren und langfristig Energiekosten zu senken. Besonders attraktiv ist die Förderung für Dämmmaßnahmen, den Fenstertausch sowie umfassende thermische Sanierungen, die den Energieverbrauch deutlich reduzieren und den Wert der Immobilie steigern.
www.sanierungsoffensive.gv.at
Energieausweisabteilungleiter des Architekturbüro Korab
von Ruben Korab B.A | Apr. 7, 2025 | Energieausweis Info
Ein Energieausweis ist in Österreich bei Verkauf, Vermietung oder Verpachtung von Gebäuden und Wohnungen gesetzlich vorgeschrieben. Doch es gibt einige Ausnahmen, bei denen keine Verpflichtung zur Vorlage eines Energieausweises besteht. In diesem Artikel klären wir, in welchen Fällen Sie auf den Energieausweis verzichten können.
1. Gebäude mit geringer Nutzfläche
Kleinere Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche unter 50 m² sind von der Energieausweispflicht ausgenommen. Dies betrifft zum Beispiel kleine Gartenhäuser, Wochenendhäuser oder Verkaufsstände.
2. Bestimmte denkmalgeschützte Gebäude
Denkmalschutz kann eine Ausnahme von der Energieausweispflicht darstellen. Wenn durch Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz das historische Erscheinungsbild oder die Substanz eines denkmalgeschützten Gebäudes erheblich verändert würde, entfällt die Pflicht zur Erstellung eines Energieausweises.
3. Gebäude, die nicht regelmäßig beheizt oder gekühlt werden
Gebäude, die nur gelegentlich genutzt und nicht dauerhaft beheizt oder klimatisiert werden, benötigen keinen Energieausweis. Dies betrifft zum Beispiel Lagerhallen, einfache Schuppen oder saisonal genutzte Gebäude.
4. Abrissreife Gebäude
Steht ein Gebäude vor dem Abriss oder ist es in einem derart schlechten Zustand, dass eine Sanierung wirtschaftlich nicht sinnvoll wäre, entfällt die Energieausweispflicht. Entscheidend ist hier, ob ein Abriss nachweislich geplant ist.
5. Landwirtschaftliche Nutzgebäude
Gebäude, die ausschließlich für landwirtschaftliche Zwecke genutzt werden – beispielsweise Stallungen oder Scheunen –, benötigen keinen Energieausweis, sofern sie nicht zu Wohnzwecken genutzt werden.
6. Gebäude mit Sondernutzung
Sakralbauten wie Kirchen, Moscheen oder Synagogen fallen ebenfalls nicht unter die Energieausweispflicht, da sie eine besondere Nutzung haben und nicht als Wohn- oder Gewerbeimmobilien gelten.
Fazit
Die Energieausweispflicht ist eine wichtige Regelung zur Förderung der Energieeffizienz und Transparenz im Immobilienbereich. Doch nicht jedes Gebäude fällt unter diese Vorgabe. Sollten Sie unsicher sein, ob für Ihr Gebäude ein Energieausweis erforderlich ist, helfen wir Ihnen gerne weiter.
Architekturbüro Korab – Ihr verlässlicher Partner für transparente und unkomplizierte Energieausweise in Österreich.
Energieausweisabteilungleiter des Architekturbüro Korab
von Ruben Korab B.A | Jan. 22, 2025 | Energieeinsparung
Die thermische Sanierung von Gebäuden ist eine der zentralen Maßnahmen, um den Energieverbrauch zu senken und den CO2-Ausstoß im Gebäudesektor zu reduzieren. Bislang hat die Bundesförderung in Form des Sanierungsschecks viele Hausbesitzer in Österreich dabei unterstützt, ihre Gebäude auf den neuesten Stand der Energieeffizienz zu bringen. Doch nun ist der Fördertopf für 2025 ausgeschöpft, und die Zukunft der Sanierungsoffensive steht in den Sternen.
Warum ist der Sanierungsscheck so wichtig?
Seit Jahren ist der Sanierungsscheck eine tragende Säule der Energieeffizienz-Offensive in Österreich. Durch finanzielle Zuschüsse konnten viele Eigentümer die hohen Kosten für Maßnahmen wie die Dämmung der Gebäudehülle, den Austausch von Fenstern oder die Installation moderner Heizsysteme stemmen. Diese Förderung hatte nicht nur positive Auswirkungen auf die Umwelt, sondern kurbelte auch die Bauwirtschaft an und sicherte zahlreiche Arbeitsplätze.
Der aktuelle Stand: Fördermittel ausgeschöpft
Mit der Ausschöpfung des Fördertopfs für thermische Sanierungen stellt sich für viele Hausbesitzer die Frage, wie es weitergeht. Die neue Bundesregierung hat die Verhandlungen über eine Fortsetzung der Sanierungsoffensive zwar auf die Agenda gesetzt, doch konkrete Ergebnisse lassen bisher auf sich warten. Dies schafft Unsicherheit für alle Beteiligten – von Privatpersonen bis hin zu Unternehmen in der Bau- und Sanierungsbranche.
Welche Auswirkungen hat das?
- Für Hausbesitzer: Die fehlende Förderung könnte dazu führen, dass dringend nötige Sanierungen verschoben oder gar nicht erst durchgeführt werden. Insbesondere für Haushalte mit begrenztem Budget stellen die hohen Investitionskosten eine erhebliche Hürde dar.
- Für die Bauwirtschaft: Ohne finanzielle Anreize könnte die Nachfrage nach Sanierungsprojekten sinken. Dies würde nicht nur zu Umsatzeinbußen führen, sondern auch die Energiewende im Gebäudesektor bremsen.
- Für die Klimaziele: Der Gebäudesektor ist in Österreich für rund 10 % der gesamten CO2-Emissionen verantwortlich. Ohne weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz könnten die nationalen Klimaziele in Gefahr geraten.
Wie könnte es weitergehen?
Die Sanierungsoffensive sollte nicht nur fortgesetzt, sondern idealerweise ausgebaut werden. Mögliche Maßnahmen könnten sein:
- Erhöhung der Fördermittel: Um eine größere Anzahl an Projekten zu unterstützen.
- Vereinfachung der Antragsverfahren: Damit mehr Menschen Zugang zu den Förderungen erhalten.
- Zielgerichtete Förderung: Zum Beispiel für Haushalte mit niedrigem Einkommen oder für Gebäude mit besonders hohem Sanierungsbedarf.
Was können wir als Architekturbüro tun?
Als Architekturbüro mit Spezialisierung auf Energieausweise und nachhaltige Gebäudeplanung stehen wir unseren Kunden mit Rat und Tat zur Seite. Wir helfen Ihnen, Ihre Immobilien so energieeffizient wie möglich zu gestalten – auch wenn staatliche Förderungen derzeit nicht verfügbar sind.
Unser Service umfasst:
- Erstellung von Energieausweisen: Transparent, schnell und ohne versteckte Kosten.
- Beratung zu energieeffizienten Maßnahmen: Wir zeigen Ihnen, welche Schritte sich für Ihr Gebäude lohnen.
- Unterstützung bei der Planung: Damit Sie von möglichen neuen Förderprogrammen profitieren können, sobald diese verfügbar sind.
Fazit
Das Ende der Bundesförderung für thermische Sanierungen ist ein Weckruf, die Energiewende im Gebäudesektor weiter voranzutreiben. Während die Politik an einer Fortsetzung der Sanierungsoffensive arbeitet, ist es wichtiger denn je, dass Hausbesitzer und Bauwirtschaft gemeinsam kreative Lösungen finden, um die Herausforderungen zu meistern. Wir stehen Ihnen dabei zur Seite und unterstützen Sie auf Ihrem Weg zu einem energieeffizienten Zuhause.
Energieausweisabteilungleiter des Architekturbüro Korab
von Ruben Korab B.A | Nov. 13, 2024 | Energieausweis Österreich
In Österreich spielt der Energieausweis eine zunehmend wichtige Rolle auf dem Immobilienmarkt. Für Mieter und Käufer ist er nicht nur ein verpflichtender Teil des Prozesses, sondern auch eine wertvolle Informationsquelle über die Energiebilanz und langfristige Betriebskosten einer Immobilie. In diesem Artikel werfen wir einen Blick darauf, warum der Energieausweis beim Mieten und Kaufen entscheidend ist und wie er Ihnen hilft, eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Was ist ein Energieausweis und warum ist er wichtig?
Der Energieausweis gibt Auskunft über den energetischen Zustand einer Immobilie und zeigt, wie viel Energie sie pro Quadratmeter benötigt. In einer Skala von A++ bis G wird die Effizienz dargestellt – ein Wert, der oft ausschlaggebend für zukünftige Kosten ist. Ähnlich wie bei Elektrogeräten gibt diese Einstufung Aufschluss über den Energieverbrauch, der sich direkt auf die Heizkosten auswirkt.
Die österreichische Gesetzgebung schreibt den Energieausweis vor: Bei einem Immobilienverkauf oder einer Neuvermietung ist dieser Dokument zwingend erforderlich. Er trägt dazu bei, den Energieverbrauch zu reduzieren und die Umwelt zu schonen, indem er die Käufer und Mieter für den energetischen Zustand der Immobilie sensibilisiert.
Energieausweis und Kaufentscheidung
Für potenzielle Käufer ist der Energieausweis ein wertvolles Instrument zur Einschätzung der langfristigen Betriebskosten. Eine Immobilie mit guter Energieeffizienz verspricht niedrigere Heiz- und Stromkosten, was insbesondere in Zeiten steigender Energiekosten attraktiv ist.
Ein weiterer Vorteil für Käufer ist die Planbarkeit von zukünftigen Investitionen. Wenn der Energieausweis eine schwache Effizienzklasse anzeigt, könnten Modernisierungen, wie eine Dämmung oder neue Fenster, nötig sein. Der Energieausweis hilft daher dabei, die Entscheidung gut abzuwägen und versteckte Kosten frühzeitig zu erkennen.
Relevanz des Energieausweises für Mieter
Auch Mieter profitieren von einem transparenten Energieausweis. Hohe Energiekosten können die monatliche Miete schnell in die Höhe treiben. Daher ist es sinnvoll, schon vor Vertragsabschluss die Energieeffizienz des Objekts zu prüfen, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Ein gut bewerteter Energieausweis spricht für niedrige Heiz- und Nebenkosten, was gerade für Mieter von großem Interesse ist. Immobilienbesitzer, die ihre Objekte energieeffizient gestaltet haben, haben zudem einen Wettbewerbsvorteil, da viele Mietinteressenten sich mittlerweile aktiv nach solchen Angeboten umsehen.
Transparenz und Vertrauen durch den Energieausweis
Der Energieausweis schafft Transparenz und gibt Mietern und Käufern eine objektive Bewertungsgrundlage für die Immobilie. So lässt sich beispielsweise einschätzen, wie die Energiekosten im Verhältnis zu anderen Immobilien stehen und ob energetische Verbesserungen geplant werden sollten.
Ein weiteres Plus: Die Transparenz schafft Vertrauen. Mieter und Käufer fühlen sich oft sicherer, wenn sie die Energieeffizienz nachvollziehen können. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn sie langfristige Verträge eingehen oder hohe Investitionen in eine Immobilie tätigen.
Fazit: Ein unverzichtbares Dokument beim Immobilienerwerb und -vermietung
Der Energieausweis ist nicht nur ein gesetzlich vorgeschriebenes Dokument, sondern auch eine wichtige Informationsquelle für jeden, der ein Haus oder eine Wohnung mieten oder kaufen möchte. Er bietet eine realistische Einschätzung der laufenden Energiekosten und ermöglicht es, informierte Entscheidungen zu treffen. Ob als Mieter oder Käufer – der Energieausweis hilft Ihnen, die richtige Wahl zu treffen und langfristige Kosten zu kalkulieren.
Beim nächsten Mal, wenn Sie eine Immobilie besichtigen, werfen Sie einen Blick auf den Energieausweis. Es könnte sich lohnen!
Energieausweisabteilungleiter des Architekturbüro Korab
von Ruben Korab B.A | Sep. 10, 2024 | Energieeinsparung
Alles über den OI3-Ökoindex im Energieausweis
Im modernen Bauwesen spielt der nachhaltige Umgang mit Ressourcen eine zentrale Rolle. Der OI3-Ökoindex, ein Kennwert zur Bewertung der ökologischen Qualität von Gebäuden, gewinnt daher zunehmend an Bedeutung. Besonders bei der Erstellung von Energieausweisen ist der OI3-Index ein unverzichtbares Instrument, um die Umweltverträglichkeit von Bauprojekten zu bewerten. In diesem Artikel möchten wir vom Architekturbüro Korab Ihnen einen Überblick über den OI3-Ökoindex geben und erläutern, warum er für Bauherren und Planer so wichtig ist.
Was ist der OI3-Ökoindex?
Der OI3-Ökoindex ist ein Maßstab für die ökologische Qualität von Baumaterialien und Gebäuden. Er bewertet die Auswirkungen auf die Umwelt in drei wichtigen Bereichen:
- Primärenergieaufwand: Wie viel Energie wird für die Herstellung, den Transport und die Entsorgung der Baumaterialien benötigt?
- Treibhauspotenzial: Welche Emissionen, insbesondere von CO₂, werden während des Lebenszyklus eines Materials oder Gebäudes verursacht?
- Versauerungspotenzial: Wie stark tragen die Baumaterialien zur Versauerung von Böden und Gewässern bei?
Die Bewertung erfolgt anhand einer Punkteskala. Je niedriger der OI3-Wert, desto umweltfreundlicher sind die verwendeten Materialien und Bauweisen. Dies ermöglicht es Bauherren und Planern, fundierte Entscheidungen zu treffen und umweltbewusste Bauprojekte zu realisieren.
Warum ist der OI3-Index so wichtig?
Nachhaltigkeit ist längst kein Luxus mehr, sondern eine Notwendigkeit. Der OI3-Index hilft Architekten, Bauherren und Energieberater dabei, die ökologische Qualität eines Bauwerks frühzeitig zu beurteilen. In Kombination mit dem Energieausweis gibt der Index nicht nur Auskunft über die Energieeffizienz eines Gebäudes, sondern auch über dessen Umweltauswirkungen.
Durch den Einsatz von ökologisch verträglichen Materialien und Bauweisen können Bauprojekte nicht nur die Umweltbelastung reduzieren, sondern auch langfristig Kosten senken. So profitieren sowohl die Umwelt als auch die Bauherren.
OI3 und der Energieausweis
Im Rahmen eines Energieausweises ist der OI3-Ökoindex ein zusätzliches Element, welches vermehrt von Gemeinden im Zuge einer Baugenehmigungseinreichung verlangt wird, um den ökologischen Fußabdruck eines Gebäudes zu bewerten. Besonders in Österreich, wo Nachhaltigkeit im Bauwesen immer mehr an Bedeutung gewinnt, bietet der OI3-Index eine Möglichkeit, sich an den nationalen und europäischen Standards zu orientieren.
Beim Architekturbüro Korab legen wir großen Wert darauf, unseren Kunden einen umfassenden Überblick über die ökologische Qualität ihrer Bauprojekte zu geben. Der OI3-Index bietet uns ein Werkzeug, um den Umwelteinfluss zu minimieren und nachhaltige Bauweisen zu fördern.
Fazit
Der OI3-Ökoindex ist ein wichtiger Indikator für die Nachhaltigkeit im Bauwesen. Durch die Berücksichtigung des Primärenergieaufwands, des Treibhauspotenzials und des Versauerungspotenzials trägt er dazu bei, den ökologischen Fußabdruck von Gebäuden zu minimieren. In Kombination mit dem Energieausweis stellt er ein wertvolles Instrument dar, um Bauprojekte nachhaltig und umweltbewusst zu gestalten.
Wenn Sie mehr über den OI3-Ökoindex und seine Bedeutung für Ihre Bauprojekte erfahren möchten, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Energieausweisabteilungleiter des Architekturbüro Korab