Bauliche Veränderungen in Niederösterreich geplant? Vergessen Sie nicht auf den Energieausweis!

Bauliche Veränderungen in Niederösterreich geplant? Vergessen Sie nicht auf den Energieausweis!

Baubewilligung? Wohnbauförderung ? An dem Energieausweis führt kein Weg vorbei!

 Der Energieausweis stellt sozusagen den Typenschein für ein Gebäude dar und informiert bis ins Detail über die Energiekennzahlen eines Hauses, die in weiterer Folge Auskunft über den Endenergiebedarf geben.

 Die wichtigste Energiekennzahl (EKZ) ist hierbei jene für den Heizwärmebedarf (HWB). Diese Energiekennzahl verrät wie viel Heizwärme ein Gebäude pro Quadratmeter Bruttogeschossfläche im Jahr bedarf und beschreibt die Menge an Wärme, die im Rahmen der Beheizung einem Gebäude zugeführt werden muss, damit eine Raumtemperatur von 20 °C gewährleistet ist.

Bei dieser Berechnungsmethode werden ebenso Wärmeverluste über die Bauteile und durch die Lüftung, sowie auch die solaren und inneren Wärmegewinne miteinbezogen.

 Energieausweis! Aber welche Angaben sind notwendig?

 Es ist wichtig, dass die Flächenmaße und Dämmwerte (U-Werte) aller Gebäudeteile der thermischen Hülle wie Außenwände, oberste Decke, Kellerdecke, Fenster und Außentüren genau erfasst werden. Damit es möglich ist den Wärmeverlustes durch die Lüftung zu berechnen, muss man zusätzlich angeben, ob die Raumlüftung über Fenster oder über eine Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung erfolgt. Darüber hinaus sind auch Klimadaten des Standortes und die Himmelsrichtungen nach denen sich Haus und Fenster orientieren essentielle Daten die anzuführen sind.

Jene Energiegewinne , die durch die Sonneneinstrahlung über die Fenster erfolgen und die inneren Wärmegewinne werden von den Wärmeverlusten abgezogen und ergeben nach erfolgter Berechnung den Heizwärmebedarf.

 Mit den Werten hinsichtlich der Heizung und Warmwasserbereitung ist es möglich den gesamten Energieverbrauch des Hauses zu berechnen und somit den Endenergiebedarf.

 Der Endenergiebedarf umfasst nicht nur den Heizwärmebedarf, sondern zusätzlich ebenso  die Verluste für die Wärmeabgabe, Wärmeverteilung, Wärmespeicherung, den Hilfsenergiebedarf und den Haushaltsstrombedarf abzüglich der Endenergieerträge.

Wird ein Energieausweis immer benötigt? In den meisten Fällen ja…

In folgenden Fällen führt kein Weg am Energieausweis vorbei: 

                     Einreichung um Baubewilligung

                     Einreichung um Wohnbauförderung eines Neubaus

                     Einreichung um Wohnbauförderung für eine Sanierung

                     Verkauf und Vermietung eines Hauses oder einer Wohnung

 Wie lange gilt ein Energieausweis?

Ein Energieausweis ist ab dem Ausstellungsdatum zehn Jahre gültig.

 Fazit

Durch die Energiekennzahlen im Energieausweis eines Gebäudes bzw Gebäudeteils, erfährt man die Höhe des Verbrauchs mit dem für die Beheizung und die Warmwassererzeugung gerechnet werden muss. Zusätzlich gibt er Auskunft darüber, wie klimafreundlich der eingesetzte Energieträger ist.

 Will man eine Baubewilligung oder eine Wohnbauförderung einreichen, führt wie oben ausgeführt, kein Weg am Energieausweis vorbei – auch beim Verkauf eines Hauses oder einer Wohnung muss ein Energieausweis vorgelegt werden.

 

Energieausweis – wann und warum ist er tatsächlich notwendig?

Energieausweis – wann und warum ist er tatsächlich notwendig?

Dank des Energieausweises ist es möglich rasch Auskunft über die wichtigsten Kennwerte wie den Heizwärmebedarf (HWB), den Primärenergiebedarf (PEB), CO2-Emissionen und den Gesamtenergieeffizienzfaktor (fGEE) eines ganzen Gebäudes oder auch nur eines Gebäudeteils zu erlangen. Der wichtigste Kennwert ist hierbei der Heizwärmebedarf (HWB), der angibt wie viel Energie zum Beheizen eines Gebäudes notwendig ist. Der Heizwärmebedarf wird anhand der Energiekennzahl abgelesen. Die Einteilung erfolgt in Energieeffizienzklassen, von A++ für sehr gut bis G für sehr schlecht. Umso niedriger die Energiekennzahl umso geringer fallen die Energiekosten letztendlich aus.
Auf Grundlage all dieser Werte können die zukünftigen Energiekosten besser eingeschätzt werden und somit auch Bauvorhaben optimal geplant werden

– aber wann und warum ist der Energieausweis tatsächlich Pflicht?

Wie bereits erwähnt dient der Energieausweis dazu detailliert über zukünftige Energiekosten zu informieren. Plant man also die Errichtung eines Neubaus oder will man Sanierungsarbeiten umsetzen ist der Energieausweis unerlässlich. Er ist nicht nur gesetzlich zwingend vorgeschrieben, sondern er ist auch die Basis dafür, dass stets die geeignete Sanierungsmaßnahme zum Einsatz kommt. Bei der Berechnung verschiedener Sanierungsmöglichkeiten kann auf Grundlage des Energieausweises, der Berücksichtigung des baulichen Zustandes, sowie der Bau- und Betriebskosten am Zuverlässigsten die bestgeeignete Lösung gefunden werden. Verfügt man nicht über einen adäquaten Energieausweis, kann es schnell passieren, dass ein Gebäude nicht sachgerecht saniert wird und es zum Beispiel, aufgrund einer mangelnden thermischen Sanierung zukünftig zu sehr hohen Heizkosten kommt. Um solche kostspieligen Fehler zu vermeiden, ist es also sehr ratsam einen hochwertigen Energieausweis von qualifizierten Fachleuten aus dem Bereich Bauen und Energie berechnen zu lassen, wie beispielsweise von einem erfahrenen Architekturbüro.

 

Der Energieausweis stellt also eine wichtige Schutzmaßnahme zugunsten des Käufer dar – denn er soll ihn davor bewahren über die Energieeffizienz eines Objekts getäuscht zu werden.
Die Vorlage eines Energieausweises ist allerdings nicht nur beim Kauf eines Gebäudes oder bei Sanierungsmaßnahmen vorgesehen, sondern ebenso bei der Vermietung oder Verpachtung. Darüber hinaus wird auch im Falle einer Umwidmung der Energieausweis gefordert.

Erfolgt die Vermietung, Verpachtung oder der Verkauf über einen Immobilienmakler, wird die Berechnung des Energieausweises des öfteren vom Makler beauftragt, denn die Informationspflicht hinsichtlich des Energiezustands gilt bereits für das Immobilieninserat. Der Energieausweis muss jedenfalls rechtzeitig vor Abgabe der Vertragserklärung dem Käufer, dem Mieter oder eben dem Pächter vorgelegt werden. Spätestens binnen 14 Tagen nach Unterzeichnung des Vertrages ist dann eine vollständige Kopie auszuhändigen.

Baubewilligung? Bauförderung? Nur mit Energieausweis!

Möchte man einen Neubau errichten, oder eine größere Veränderung an einem Altbau vornehmen, wird bei der Einreichung zur Baubewilligung ebenso ein EA verlangt. Darüber hinaus kann man nur mit einer Förderung zum Hausbau bzw zur Sanierung rechnen, wenn ein EA vorgelegt wird. Denn ein Ansuchen um öffentliche Unterstützung hat in der Regel nur Erfolg, wenn mit dem Projekt bestimmte Energiekennzahlen erreicht werden.

Zusammenfassend kann also festgehalten werden, dass es sich bei dem Energieausweis um eine unerlässliche Schutzmaßnahme handelt, die dabei hilft zukünftige Kosten am besten einzuschätzen und effiziente Baumaßnahmen zu wählen. Nicht zu vergessen ist in diesem Zusammenhang, dass der Energieausweis alle 10 Jahre erneuert werden muss, damit er nicht veraltete Kennzahlen liefert und seinen Schutzzweck auch voll gewährleisten kann.

Die Pflicht zum Energieausweis – wen trifft sie tatsächlich?

Die Pflicht zum Energieausweis – wen trifft sie tatsächlich?

Vor nun mehr als 10 Jahren wurde, in Umsetzung der EU Richtlinie 2010/31/EU das Energieausweis-Vorlage-Gesetz (EAVG) eingeführt. Dessen Sinn ist es eine gewisse Transparenz auf den Immobilienmarkt zu bringen.

Der Energieausweis soll es in erster Linie Kauf- und Mietinteressenten ermöglichen die Kosten, die sich durch die unterschiedlichen Energieverbräuche ergeben besser vergleichen zu können. Auf diesem Wege können vor allem auch zukünftige Kosten einfacher kalkuliert werden.

Das EAVG verpflichtet den Verkäufer gewisse Werte des Energieausweises bereits im Immobilieninserat anzugeben. Spätestens bei Vertragsabschluss ist jedoch der vollständige Energieausweis zu erbringen. Hinzu kommt, dass § 4 des EAVG festlegt, dass ein EA nicht älter als 10 Jahre alt sein darf. Will man hohen Verwaltungsstrafen aus dem Weg gehen, darf also nicht vergessen werden, den Energieausweis regelmäßig zu erneuern.

Bei welchen Objekten besteht die Energieausweispflicht?

Tatsächlich ist der Energieausweis in den meisten Fällen unabdingbar. Zum einen muss jeder Neubau einen Energieausweis vorweisen und zum anderen ist der Energieausweis ebenso verpflichtend, wenn größere Sanierungsmaßnahmen anstehen. Auch bei Zu- und Umbauten ist er ein muss. Darüber hinaus ist der EA stets vorzulegen wenn eine Immobilie zum Verkauf, zur Vermietung oder zur Verpachtung angeboten wird.

Gibt es Ausnahmen von der Energieausweispflicht?

 Von der Energieausweispflicht sind laut § 5 Energieausweis-Vorlage-Gesetz folgende Objekte ausgenommen:

  • Gebäude, die nur soweit beheizt werden, dass sie frostfrei gehalten werden
  • Objektiv abbruchreife Gebäude
  • Gebäude, die ausschließlich für religiöse Zwecke genutzt werden
  • Provisorisch errichtete Gebäude mit einer geplanten Nutzungsdauer von höchstens zwei Jahren
  • Industrieanlagen, Werkstätten und landwirtschaftliche Nutzgebäude, wenn der überwiegende Anteil der Energie für die Raumheizung und Raumkühlung jeweils durch Abwärme abgedeckt wird
  • Wohngebäude, die nur für die Benutzung während eines begrenzten Zeitraums des Jahres bestimmt sind
  • Frei stehende Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von weniger als 50m²

Für alle anderen Immobilien ist die Pflicht zum Energieausweis allerdings zwingend. Es führt also kaum ein Weg daran vorbei.

Wann wird ein Energieausweis vorgelegt?

Ein Immobilienverkäufer oder -Vermieter ist dazu verpflichtet potenziellen Käufern oder Mietern den Energieausweis unaufgefordert vorzulegen.

Jedoch besteht bereits vor dem Vertragsabschluss die gesetzliche Verpflichtung gewisse Informationen aus dem Energieausweis in Verkaufs- oder Vermietungsinseraten anzugeben. So müssen der Heizwärmebedarf (HWB) und der Gesamtenergieeffizienzfaktor (fGEE) also schon in der Anzeige ausgewiesen sein.

Wichtig ist, dass es hier keine Rolle spielt ob es sich um eine  Zeitungsanzeige oder ein Inserat im Internet handelt.

Des weiteren darf auch bei der Einreichung für Baumaßnahmen und bei Förderungsansuchen, wie zum Beispiel dem Sanierungsscheck 2019 nicht auf den Energieausweis vergessen werden.

Hohe Strafen bei Unterlassung der Energieausweispflicht

Wird kein Energieausweis vorgelegt, sieht das EAVG Verwaltungsstrafen von bis zu 1450 EUR vor – In Anbetracht der Kosten die mit einem Energieausweis einhergehen, lohnt es sich also auf gar keinen Fall auf diesen zu verzichten.

 

 

Energieausweis Kosten: Österreich und Deutschland im Vergleich

Energieausweis Kosten: Österreich und Deutschland im Vergleich

Auf den ersten Blick erscheint es oft, dass die Energieausweis – Kosten in Deutschland geringer ausfallen als in Österreich. Dies liegt allerdings daran, dass in Deutschland in vielen Fällen lediglich ein Verbrauchsausweis verlangt wird.

Der Energieausweis in Deutschland

In Deutschland wird zwischen zwei Arten des Energieausweises unterschieden. Zum einen existiert der reine Verbrauchsausweis. Hierbei wird der Energiekennwert einfach auf Grundlage der tatsächlichen Nutzung berechnet. Zum anderen ist in bestimmten Fällen ein Bedarfsausweis erforderlich, welcher anhand eines komplexen Berechnungsverfahren den theoretischen Energiebedarf eines Gebäudes darstellt.

 Deutschland – Tatsächlich günstiger?

Wird ein bedarfsorientierter Energieausweis erstellt ist in Deutschland – je nach Aufwand – mit Kosten von mindestens 500 EUR zu rechnen. Lediglich der Verbrauchsausweis ist mit 25 – 100 EUR eine kostengünstige Variante – dieser ist aber nicht immer zulässig.

Handelt es sich um ein Gebäude welches über weniger als fünf Wohnungen verfügt und dessen Bauantragstellung vor dem 1. November 1977 erfolgte, ist ebenso in Deutschland der teure Energiebedarfsausweis gesetzlich zwingend. Eine Ausnahme gilt in diesen Fällen nur für Gebäude, die nach der ersten Wärmeschutzverordnung 1977 modernisiert wurden oder welche bereits zum Zeitpunkt der Fertigstellung die Anforderungen erfüllten.

Der Energieausweis in Österreich

In Österreich dient der Energieausweis dazu die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes anzugeben – es handelt sich also im Gegensatz zu Deutschland stets um einen Heizwärmebedarf – Energieausweis, der ein kompliziertes Berechnungsverfahren erfordert.

Der Energieausweis für Wohngebäude hat in Österreich unter anderem folgende Werte detailliert darzustellen:

den Heizwärmebedarf (HWB), der angibt welche Wärmemenge den Räumen zur Beheizung zugeführt werden muss und so Rückschlüsse auf den Wärmeschutz des Gebäudes zulässt.

den Gesamtenergieeffizienzfaktors (fGEE), welcher die Effizienz des Gebäudes inklusive der haustechnischen Anlagen angibt.

den Heizenergiebedarfs (HEB). Hier werden zusätzlich zum Nutzenergiebedarf die Verluste der Haustechnik im Gebäude in die Berechnung einbezogen.

den Endenergiebedarfs (EEB), der zusätzlich den Haushaltsstrombedarf berücksichtigt.

den Warmwasser-Wärmebedarf (WWWB). Dies ist der Energiebedarf der für die Warmwasserbereitstellung benötigt wird.

den Primärenergiebedarf (PED), dieser Wert umfasst den gesamte Energiebedarf des Gebäudes, also ebenso den Aufwandes für die Energieaufbringung (Herstellung, Transport).

die Kohlendioxidemissionen (CO2) des Gebäudes.

Was kostet ein Energieausweis in Österreich?

Die tatsächlichen Kosten schwanken je nach Immobilie. Für ein einfaches Wohnhaus kann oft der alte Richtwert von einem Euro pro Quadratmeter Anwendung finden. Der Preis liegt hier zwischen 60 und 300 EUR. Weniger einfach lassen sich Einfamilienhäuser bewerten. Der Kostenaufwand ist oft doppelt so hoch. Desweiteren sind die Preise eines Energieausweises von der Lage der Immobilie abhängig. Ein EA für ein Gebäude in Wien ist in der Regel mit höheren Kosten verbunden.

Unser Architekturbüro berechnet Energieausweise für ganz Österreich und bietet darüber hinaus die kostengünstigste Alternative an, weil wir eine komplette Online-Abwicklung anbieten. Die entsprechende Preisliste ist auf unserer Website abrufbar.

 Fazit zum Preisvergleich

Zusammenfassend kann also festgehalten werden, dass zwar die Kosten eines EA in Österreich oft weniger günstig erscheinen als bei unseren Nachbarn in der Bundesrepublik Deutschland – Allerdings muss berücksichtigt werden, dass dort in vielen Fällen lediglich ein einfacher Verbrauchsausweis erforderlich ist, welcher mit einem wesentlich geringeren Aufwand einhergeht.

2018 Rekordjahr auf dem Einfamilienhaus-Markt

2018 Rekordjahr auf dem Einfamilienhaus-Markt

Immo United hat für das Marklernetzwerk Remas neue Zahlen aus dem österreichischen Grundbuch ausgewertet. Das Ergebnis: 2018 wurden so viele Einfamilienhäuser verkauft wie noch nie. 12.689 Häuser wechselten den Besitzer. Das sind 1.737 mehr als 2017, ein Zuwachs von 15,9 %. Auch das bisherige Rekordverkaufsjahr 2016 wurde um 9,4 % übertroffen.

Auch die Preise sind gestiegen
Insgesamt wurden mit 3,63 Milliarden Euro 24,3 % mehr als 2017 für den Erwerb von Einfamilienhäusern ausgegeben. Durchschnittlich gaben die Käufer 241.684 Euro für ihr Haus aus. Das sind 7% mehr als 2017 und damit die zweithöchste Steigerung seit im Jahr 2009 mit den Analysen begonnen wurde. Von 2016 auf 2017 waren die Preise mit einem durchschnittlichen Zuwachs von 8,4 % noch etwas stärker angestiegen. Die Gründe für die Preissteigerungen sind laut Remax die hohe Nachfrage bei vergleichsweise geringem Angebot und die immer noch günstigen Zinsen für Kredite. Spekulationen und Geldanlagen seien auf dem Einfamilienhäuser-Markt eher unerhebliche Faktoren, so das Unternehmen.

Wo ist es besonders teuer geworden und wo wurden die meisten Häuser gekauft?
Kitzbühel hält weiterhin mit großen Abstand die Spitzenposition bei den Preisen. Hier kostet ein Einfamilienhaus mit etwa 1,4 Millionen fast sechs mal so viel wie im Landesdurchschnitt. Jedes vierte verkaufte Haus in Kitzbühel wechselte sogar für mehr als 2,1 Millionen den Besitzer.
Die geringe Baufläche in Westösterreich macht sich preislich aber auch in Tirol besonders bemerkbar. So stiegen dort die Durchschnittskosten für ein Einfamilienhaus um 6,2 % auf 503.792 Euro, also mehr als das Doppelte des österreichischen Durchschnitts.
Unter den Landeshauptstädten bleibt Innsbruck preislich an der Spitze. Hier mussten Käufer im Schnitt 837.109 Euro für ein Einfamilienhaus ausgeben, 11,2 % mehr als im Vorjahr. Auch in Wien stiegen die Preise. 615.187 Euro kosten die Häuser hier im Durchschnitt, das sind ganze 15,5 % mehr.
In Niederösterreich wurden mit 3.749 Häusern, die einen Gesamtwert von 853 Millionen hatten, die meisten Häuser gehandelt. Hier lag der durchschnittliche Preis für ein Haus bei 205.611 Euro. Wie im Rest des Landes waren auch hier Anzahl (+12,9%), Gesamtwert (+21,7%) und durchschnittlicher Preis (+8,1%) der verkauften Häuser höher als im Vorjahr. Allerdings wies Niederösterreich vergleichsweise große preislichen Unterschiede zwischen den Bezirken auf.

Verkäufe insgesamt auf Rekordniveau
Insgesamt war 2018 ein Rekordjahr was die Menge und den Wert verkaufter Einfamilienhäuser betrifft. In ganz Österreich stieg die Zahl der verkauften Häuser, aber auch deren Preis. Für 2019 wird für den Immobilienmarkt eine leichte Entspannung erwartet. Zwar ist die Nachfrage nach wie vor stark, die Angebotslage soll jedoch etwas besser werden.