von Ruben Korab B.A | Jan. 25, 2017 | Blog
Das Immobilienportal immobilienscout24 hat die Preise für Wohnungseigentum in 18 österreichischen Skiregionen unter die Lupe genommen. Bei der Analyse von 5.000 Inseraten wurden teilweise enorme Preisdifferenzen festgestellt. Als besonders luxuriös erwiesen sich Ischgl und die Skigebiete rund um den Arlberg. Vergleichsweise günstig sind Semmering und Hinterstoder.
Die teuersten Orte
Entgegen den allgemeinen Erwartungen sind die Preise in Kitzbühel nicht die höchsten. Eigentumswohnungen werden im Schnitt für 6.000 Euro pro Quadratmeter angeboten. Zur Skiregion Kitzbühel gehören allerdings nicht nur Kitzbühel, sondern auch die Nachbargemeinden Kirchberg, Aurach, Jochberg, Reith, Mittersill und Hollersbach. Was das legendäre Kitzbühel selbst anbelangt, so übertrifft es alle anderen Orte durch den hohen Anteil an Luxusimmobilien: 150 Objekte sind nicht unter jeweils einer Million Euro zu haben. Wer sich damit rühmen will, das (derzeit) teuerste Feriendomizil in der „Gamsstadt“ zu besitzen, muss dafür mehr als acht Millionen Euro aufwenden.
Ischgl im Tiroler Paznauntal ist als Nobelskiort bekannt. Die Preise sind hier am höchsten: Der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt bei 6.538 Euro. Nicht ganz so teuer ist die Arlbergregion. Auf der Vorarlberger Seite in Lech, Oberlech und Zürs sollten sich Kaufinteressenten auf Preise über 6.200 Euro gefasst machen. Noch etwas mehr sind es auf der Tiroler Seite in St. Anton, St. Christoph und Stuben: Hier ist mit Quadratmeterpreisen von über 6.400 Euro zu rechnen. Interessant ist, dass die Kosten in Ischgl im Unterschied zu 2016 um sechs Prozent, in Lech, Oberlech und Zürs um acht Prozent gesunken sind. Leicht angezogen haben hingegen die Preise in St. Anton, St. Christoph und Stuben. Die Steigerung macht hier drei Prozent aus.

Gehobene Preise sind auch in der Region Katschberg üblich: In Rennweg auf der Kärntner Seite und in St. Margarethen im Salzburger Lungau ist der Quadratmeter für 5.677 Euro erhältlich. In der Silvretta Montafon sind Käufer mit 5.455 Euro dabei. Wem Kitzbühel zu teuer ist, der sollte sich für eine Wohnung im nahe gelegenen Skigebiet Wilder Kaiser/Brixental interessieren. Die Kosten für den Quadratmeter betragen hier „nur“ etwas mehr als 5.000 Euro. Am meisten an Wert zugelegt haben Immobilien im Saalbach-Hinterglemm im Salzburger Pinzgau: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Preis um acht Prozent erhöht. 2017 kostet ein Quadratmeter 5.300 Euro.
Erschwinglichere Skigebiete
Während die Zillertal Arena, Schladming und Kaprun/Zell am See eher mittleres Preisniveau aufweisen, sind Eigentumswohnungen im Alpbachtal, in Obertauern und in Sölden relativ preiswert. Im Alpbachtal beläuft sich der Quadratmeter auf 4.001 Euro. Noch etwas günstiger sind Eigentumswohnungen in Nassfeld (Kärnten) sowie in Flachau. Hinterstoder in Oberösterreich und Semmering in Niederösterreich sind als preisgünstig einzustufen. Der Quadratmeterpreis in Semmering liegt bei 2.901 Euro.
Fazit
Wenn es sich auch nicht um ein eindeutiges Gefälle handelt, so kann doch festgestellt werden, dass die Preise sinken, je weiter östlich sich die angebotenen Immobilien befinden. Überraschend ist, dass für Wohnungen in traditionsreichen Weltcup-Skiorten wie Semmering und Hinterstoder nicht einmal halb so viel verlangt wird wie in Ischgl und am Arlberg.
Energieausweisabteilungleiter des Architekturbüro Korab
von Ruben Korab B.A | Jan. 19, 2017 | Energieeinsparung
Laut einer Erhebung, die im Jahr 2014 durchgeführt wurde, sind 268.000 Menschen von der sogenannten Energiearmut betroffen. Das heißt: 3 Prozent der Österreicher können sich die Energiekosten nicht leisten; sodass die Wohnung im Winter kalt bleibt. Doch die 3 Prozent können sich auch keinen Strom oder kein warmes Wasser leisten. Theresia Vogel ist Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds und weiß, dass sich viele Betroffene entscheiden müssen, ob sie lieber eine warme Dusche oder eine warme Wohnung wollen.
Heizkostenzuschüsse beheben nicht die Ursache des Problems
Energiearmut wird erst seit dem Jahr 2010 thematisiert. Jedoch fehle noch immer eine einheitliche Definition. Heizkostenzuschüsse werden zwar bezahlt, sind aber – so Vogel – nur eine kurzfristige Maßnahme. Auch wenn den Betroffenen kurz geholfen wird, kann mit den Zuschüssen keinesfalls die Ursache der Energiearmut bekämpft werden. In vielen Fällen ist es nämlich die Mischung aus einem geringen Einkommen und dem äußerst schlechten Zustand des Hauses. Damit alte Wohnhäuser thermisch saniert werden können, wurde das Projekt „RedEn!“ geschaffen. „RedEn!“ wird vom Klima- und Energiefonds gefördert. Des Weiteren bestehen Kooperationen mit der Katholischen Sozialakademie Österreichs, der e7 Energie Markt Analyse GmbH und der Donau-Universität Krems. Margit Appel (Katholische Sozialakademie Österreichs) will etwa, dass auch die Bewohner beteiligt werden; in Wien-Favoriten, Korneuburg und Krems wurden bereits Häuser ausgewählt und die Bewohner zur thermischen Sanierung befragt. Am Ende gab es eine Versammlung und die Information, welche Sanierungsmaßnahmen erfolgen werden. An der Versammlung haben aber nur wenige Mieter teilgenommen. „Die Mieter fühlen sich heute nicht mehr als Gruppe. Da ist es dann besonders schwierig, alle an einen Tisch zu holen“, so Appel.

„Wir befinden uns in einer Abwärtsspirale“
Bei den Begutachtungen stießen die Experten auf undichte Türen und Fenster, auf Wohnungen mit veralteten Heizsystemen oder fehlender Zentralheizung. Walter Hüttler ist der Geschäftsführer der e7 Energie Markt Analyse GmbH und weiß, dass derartige Haushalte natürlich extrem teuer sind. „Der Bewohner muss dann, da die Stromkosten enorm sind, bei den Heizkosten sparen“, so Hüttler. Natürlich sind thermische Sanierungen zwar möglich, jedoch würden die Sanierungskosten in weiterer Folge Auswirkungen auf die Mieten haben. „Natürlich können wir eine thermische Sanierung vornehmen, sodass die Bewohner bei den Heiz- und Stromkosten sparen können. Das Problem ist aber, dass die erhöhten Mieten nicht bezahlt werden können. Wir befinden uns hier in einer Abwärtsspirale“, weiß Hüttler.
Experten stehen vor einer möglichen Lösung
Doch die Experten stehen vor einem möglichen Lösungsansatz. Die Rede ist von einer „angemessenen Durchmischung“, wobei das Hauptaugenmerk auf „zweckgebundene Wohnungen“ gerichtet sein soll, die weiterhin – aufgrund günstiger Mietvorschreibungen – für einkommensschwache Familien zur Verfügung stehen sollen. Natürlich sind es auch soziale Aspekte, die bei der Vergabe von diversen Sanierungsförderungen eine wesentliche Rolle spiele müssen. „Die Problematik, mit der wir seit Jahren zu kämpfen haben, wird in den nächsten Jahren definitiv nicht kleiner“, so Theresia Vogel. Folgt man den Zahlen, werden die Wohnkosten – vor allem in den Ballungsräumen – deutlich steigen.
Energieausweisabteilungleiter des Architekturbüro Korab
von Ruben Korab B.A | Dez. 19, 2016 | Blog
Energieausweisabteilungleiter des Architekturbüro Korab
von Ruben Korab B.A | Dez. 12, 2016 | Blog
Auch in Wien ragen immer mehr Wohnhochhäuser in den Himmel – die Meinungen dazu sind geteilt
Wien braucht Platz zum Wohnen
Wohnen in den Wolken: Das klingt exklusiv und lässt sofort an New York denken. Dort ist Wohnraum ein begehrtes Gut. Und darum geht es letztlich auch in Wien, wo Hochhausprojekte nicht nur heftig umstritten sind, sondern auch umworben und verwirklicht werden. Das liegt einerseits daran, dass die Grundstückspreise kontinuierlich steigen, andererseits daran, dass auch die Nachfrage nach dieser Art des Wohnens zunimmt.
Wien hat große Pläne
Heute wird nicht mehr nur vom Hochhaus gesprochen, sondern vermehrt auch vom Wohnturm – so wie bei dem geplanten „MySky“ Projekt. Ein Turm mit 20 Stockwerken und 65 Metern Höhe soll in Favoriten entstehen. Aber das wirkt bescheiden im Vergleich zum Marina Tower am rechten Donauufer: 130 Meter hoch wird er sein, 640 Wohnungen soll er haben. Diskutiert wird auch ein Hochhausprojekt auf dem Grundstück neben dem Millennium Tower. Von 145 Metern Höhe und 800 Wohnungen ist die Rede.
Moderner Lebensstil
Wer heute in einen Turm zieht, muss meist nicht auf Komfort verzichten. Einige der neuen Wohnhochhäuser in Wien liegen – wie die Danube Flats – auch am Donaukanal oder an der Donau. Wer das Glück hat, sich eine Wohnung in einem der oberen Stockwerke leisten zu können, kommt in den Genuss einer fantastischen Rundumsicht. Ihm liegt die Welt zu Füßen. Viele neue Türme bieten zudem eine gute Verkehrsanbindung, Shoppingmöglichkeiten, Fitnessstudios.

Sorgen und Ängste
Aber was für die einen den Inbegriff urbanen Lebensstils darstellt, klingt für andere wie eine Zumutung. Sie verbinden diese Wohnform mit Unpersönlichkeit. Größtes Unbehagen bereitet ihnen die Vorstellung, mit so vielen Menschen unter einem Dach – auf engstem Raum – leben zu müssen. Wo bleibt der Platz, wo die Freiheit, wo finde ich Ruhe? Ist das Leben im Wohnhaus auch sicher? Bin ich schwindelfrei und was passiert, wenn der Aufzug streikt?
Auf welcher Seite stehen Sie?
Zu keiner oder zu jener, die noch unentschieden ist? Haben Sie schon einmal in einem Wohnturm gelebt oder wohnen Sie bereits in einem Hochhaus? Wenn ja, was hat Sie dazu gebracht und wie stehen Sie heute zu dieser Entscheidung? Wie beurteilen Sie den optischen Eindruck dieser Projekte? Meinen Sie, dass Wien dadurch anderen Städten zu sehr zu gleichen beginnt? Was kann und was muss ein Wohnturm bieten? Garagen und Einkaufsmöglichkeiten, gute Lage, Freizeiteinrichtungen, ansprechendes Design, großzügig geschnittene Wohnungen? Zählen auch Räume, in denen man sich treffen und der Anonymität entgehen kann, dazu?
Zweifler und Befürworter
Umfragen bestätigen, dass es in Wien viele Hochhaus-Skeptiker gibt, die von sich behaupten, niemals in ein Wohnhochhaus ziehen zu wollen. Dem stehen jene gegenüber, die bereits in Wohnhochhäusern leben und auch vorhaben, zu bleiben. Ist das Wohnhochhaus möglicherweise besser als sein Ruf? Fest steht: Wien wächst und damit der Bedarf an Wohnraum. Wohnen ist eine Notwendigkeit, muss aber auch Spaß machen und nicht zuletzt leistbar sein. Kann es sein, dass der Spaßfaktor beim Wohnen letztlich nicht (nur) durch die Anzahl der Stockwerke bestimmt wird?
Energieausweisabteilungleiter des Architekturbüro Korab
von Ruben Korab B.A | Nov. 22, 2016 | Blog
Nächstes Jahr wird zwar mit einer höheren Neubauleistung, gleichzeitig aber auch mit einer höheren Zahl an Leerständen spekuliert. Eugen Otto ist Geschäftsführer von Otto Immobilien und präsentierte am Montag den neuen Büro- und Investmentmarktbericht. „Die Zahlen zeigen, dass es dem Büromarkt sehr gut geht“, so Otto.
Die Erwartungen konnten bereits im dritten Quartal übertroffen werden
2016 wurden in Wien bislang 239.600 Quadratmeter an Büroflächen vermietet. „Unsere Erwartungen wurden bereits im dritten Quartal übertroffen“, so Alexander Fenzl, ein Experte für Gewerbeimmobilien. „Man schließt nun endlich an die ‚goldenen Jahre‘ vor der Krise an“, führte Fenzl weiter aus. Die bislang starke Vermietungsleistung werde auch noch für das vierte Quartal erwartet. Zu den wesentlichsten Anmietungen des heurigen Jahres werde das Einmieten der PwC im DC Tower erachtet; das Unternehmen mietete 14 Stockwerke. Die Anmietung habe auch enorme Auswirkungen auf die Preise gehabt. „Der CD Tower hat seit der Einmietung durch die PwC keinen Druck mehr“, so Fenzl.
50 Prozent der neugeplanten Quadratmeter sind bereits vermietet
Der Büromarktbericht beruht erstmals auf den Daten des Vienna Research Forums. Das Vienna Research Forum setzt sich aus den sieben größten Wiener Gewerbeimmobilienmaklern zusammen. In Wien gibt es derzeit 5,5 Millionen Quadratmeter an Büroflächen, die in acht Submärkten unterteilt werden. Die diesjährige Neubauleistung war jedoch in allen acht Submäkten gering: Gerade einmal 22.400 Quadratmeter konnten 2016 fertiggestellt werden; im vierten Quartal werde noch mit der Fertigstellung des neuen ÖAMTC-Hauptquartiers spekuliert. 2017 sollen jedoch wieder mehr Flächen – insgesamt um die 143.177 Quadratmeter – fertiggestellt werden. 50 Prozent sind bereits vorvermietet.
Der Quadratmeterpreis beträgt derzeit 13,75 Euro
Die Durchschnittsmieten sind leicht gestiegen und liegen derzeit bei 13,75 Euro/Quadratmeter. Aufgrund der Tatsache, dass 2016 nur ein geringeres Volumen fertiggestellt wurde, ist der Leerstand an Büroräumlichkeiten, der derzeit bei 5,8 Prozent liegt, leicht zurückgegangen. Der Leerstand wird aber, bezugnehmend auf die nächsten Jahre, abermals ansteigen. Fakt ist: Der Wiener Markt ist ein klassischer Umzugsmarkt; jene Flächen, die freigeworden sind, brauchen neue Mieter. 80.000 Quadratmeter sollen daher demnächst in Wohnungen umgewandelt werden. Auch Lene Kern, eine bekannte Investmentexpertin, ist von einer positiven Zukunft überzeugt. „Wir rechnen mit einem diesjährigen Volumen von rund 3 Milliarden Euro. Mitunter kann, weil noch nicht alle Verkäufe abgeschlossen sind, der Wert noch höher liegen“, so Kern.
Dem Wiener Büromarkt geht es so gut wie schon lange nicht mehr. Auch wenn 2016 nur wenige neue Flächen verbaut wurden, soll 2017 ein deutliches Plus an Neubauleistungen erfolgen. Auch wenn die Leerbestände wachsen, könnte die Tatsache, dass Büroräumlichkeiten zu Wohnungen umfunktioniert werden, die leerstehenden Quadratmeter beseitigen. Derzeit liegt der Mietpreis bei 13,75 Euro/Quadratmeter.
Energieausweisabteilungleiter des Architekturbüro Korab