Der Energieverbrauch eines Kühlschranks hängt physikalisch in erster Linie von der Temperaturdifferenz zwischen dem Außenraum (zum Beispiel die Küche) und der eingestellten Temperatur im Innenraum des Kühlschranks ab. Der Zusammenhang ist aber nicht linear. Das bedeutet, wenn beispielsweise im Sommer von 27 °C auf 3 °C (Differenz 24 °C) gekühlt werden soll, wird eben nicht die doppelte Energie verbraucht, wie wenn im Winter von 17 °C auf 5 °C (Differenz 12 °C) heruntergekühlt wird. Die doppelte Temperaturdifferenz zu erreichen, erfordert gleich ein Vielfaches an elektrischer Leistung.

Mit anderen Worten: Schon jeder einzelne Grad an Temperaturdifferenz, das nicht heruntergekühlt werden muss, ist bares Geld wert. So sparen wir also doppelt, wenn wir im Winter die Heizung in der (kühlen) Küche nur moderat aufdrehen. Im Sommer ist es eher die Sonne, die unsere Küche manchmal unerträglich aufheizt. Um dann mit seinem Budget in einem erträglichen Rahmen zu bleiben, sollte man über einen energiesparenden Kühlschrank oder über eine Kühlgefrier-Kombination nachdenken.

Die Energie-Effizienz endet nicht bei einem grünen Label

Wer ein Kühlgerät neu einkaufen möchte, sollte das Gerät zu allererst mit den bestehenden Bedürfnissen des Haushalts abstimmen. Der Einpersonenhaushalt ist mit einem Fassungsvermögen von 120 Litern in der Regel ausreichend gut bedient, es sei denn, Sie sind Jäger und müssen immer mal einen ganzen Hirsch unterbringen.

Für jede weitere Person, die dem Haushalt angehört, sollte das Kühlvolumen ungefähr 30 bis 40 Liter zusätzlich aufweisen. Wer sich aus Gründen der Bequemlichkeit lieber gleich für ein sehr großes Kühlgerät entscheidet, weil er vielleicht innerhalb der nächsten zehn Jahre ohnehin eine Familie gründen möchte, zahlt die ganze Zeit übermäßige Energiekosten.

Die Energieeffizienzklasse

Der Gesetzgeber hat inzwischen vorgegeben, dass aktuell nur noch Neugeräte verkauft werden dürfen, die gemäß des Energielabels zumindest die Effizienzklasse A+ erreichen. Der Aufpreis für ein A+++ Gerät zahlt sich mittelfristig aber richtig aus, denn es verbraucht in etwa nur halb so viel Energie wie ein entsprechendes A+ Gerät.
energieausweis

Ein Zahlenbeispiel

Wir vergleichen ein A+++ Kühlgerät mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 70 Watt mit einem 140 Watt A+ Gerät. Der Unterschied beträgt 70 Watt. Elektrische Leistung ist physikalisch Energie pro Zeit. Um also auf die Energie zu kommen, die wir schließlich dem Versorger bezahlen müssen, wird die Leistung einfach mit der Zeit (in Stunden) multipliziert. 70 Watt mal 24 Stunden, das sind 1,68 kWh. Aufs ganze Jahr gerechnet ergeben sich dann gut 613 kWh, die einfach verpufft wurden. Wenn wir mal von 25 Cent pro Kilowattstunde ausgehen, haben wir auf diese Weise mehr als 153 Euro in die Luft gepustet. Bestimmt gehen auch Sie davon aus, dass das Kühlgerät wenigstens 10 Jahre halten sollte. In dieser Zeit sind dann 1.530 Euro einfach nur futsch.

Viel sparen durch richtiges Handeln

Dabei spielt aber auch die richtige Platzierung des Kühlgeräts eine entscheidende Rolle. Direkt neben Herd oder Heizung oder neben der Fensterscheibe zur Südseite erschwert es dem Gerät, das physikalisch eine Wärmepumpe darstellt, die nach außen geleitete Wärme abzuführen. Das ist wie bei einem schwitzenden Sportler, der einen Pelzmantel anziehen muss. Der arme Mann geht bald kaputt. Als ungefähren Richtwert darf man sich merken: Wenn die durchschnittliche Temperatur im Umfeld des Kühlschranks um 1 °C abgesenkt werden kann, reduziert sich allein damit der Stromverbrauch um ungefähr fünf Prozent.

Noch ein abschließender Hinweis:
Dem Kühlschrank eine zu niedrige Temperatur einzustellen, bringt keinen einzigen Vorteil, reißt aber den Stromverbrauch nach oben. Eine optimale Temperatureinstellung, die zugleich einen minimalen Stromverbrauch erfordert, liegt bei sechs bis sieben Grad. Da sich im Innenraum des Kühlschranks immer unterschiedliche Kältezonen ausbilden, findet man stets für jedes Lebensmittel die optimale Position.

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