Seit einiger Zeit folgt Wien dem Trend anderer europäischer Metropolen. Bezahlbarer Wohnraum wird knapp, vor allem im unteren und mittleren Einkommensbereich. Wer endlich eine neue Wohnung gefunden hat, sieht häufig über einen Mangel hinweg. Während sich über einen fehlenden Balkon noch hinwegsehen lässt, sollte bei anderen Themen nicht weggeschaut werden. Eine schlecht sanierte Wohnung kann zu bösen Überraschungen bei den Betriebs- und Energiekosten führen. Ein genauer Blick in die potenziellen vier neuen Wände lohnt sich.

Senke den Energiebedarf

Steigende Stromkosten werden auch in Zukunft Realität sein. Energieeffiziente Haushaltsgeräte sparen bares Geld. Gehören Einbaugeräte zum Inventar, kann ein Blick auf den Energieverbrauch nicht schaden. Ein alter Kühlschrank oder Backofen verbraucht deutlich mehr Energie als moderne Geräte. Auskunft darüber liefert das Energielabel. Je besser die Einteilung, umso geringer der Stromverbrauch. Das gilt auch bei der Anschaffung neuer Haushaltsgeräte, die Energieeffizienzklasse A+++ ist aktuell das Maß der Dinge.
In Altbauwohnungen finden sich häufig noch alte Stromverteiler. Funktionierende Sicherungen, ein FI-Schutzschalter und Leistungsschutzschalter sind selbst bei alten Anlagen vorgeschrieben. Ein veralteter Verteiler kann gefährlich werden.

Heizen ist kein Luxus

Je größer die neue Traumwohnung ist, umso höher fallen die Heizkosten aus. Das Beheizen der Wohnung an kalten Tagen ist meist der größte Kostenfaktor der Betriebskosten. Dadurch bietet sich hier auch das größte Sparpotenzial.

Zunächst kommt es darauf an, welche Heizart verwendet wird. Teuer wird es definitiv bei einer Elektroheizung, auch die Ölheizung verursacht überdurchschnittlich hohe Kosten. Wird die Wohnung hingegen mit Fernwärme auf angenehme Temperaturen erwärmt, senkt das die Ausgaben für eine warme Hütte. Grundsätzlich sollte das Heizen kein Luxus sein.
Nicht nur die Heizart ist entscheidend, auch die Lage der Wohnung spiegelt sich im Heizkostenverbrauch wieder. Erdgeschoss- und Dachwohnungen verbrauchen mehr Energie für das Heizen. Eine schattige Wohnung, die von hohen Bäumen umgeben ist, muss ebenfalls stärker geheizt werden. Hier kann die natürliche Sonnenenergie nicht genutzt werden.
heizwärmebedarf

Wenn es zieht
Eine kosteneffektive Heizung bringt natürlich nur wenig Nutzen, wenn die warme Luft durch alte Fenster und Türen nach außen weicht. Defekte Dichtungen und schlecht schließende Fenster sind Gift für energieeffizientes Wohnen. Die Zugluft kühlt eine Wohnung ab, es muss mehr geheizt werden.
Moderne Fenster sind mindestens doppelt verglast, sehr neue Fenster sogar dreifach. In Altbauwohnungen sind häufig noch einfach verglaste Fenster anzutreffen. Ist der Vermieter nicht bereit, diese auszutauschen, sollte eine Anmietung gut überlegt sein. Die Wärmedämmung dieser alten Fenster ist gleich null.

Ein Blick in den Energieausweis
Jeder Vermieter ist zur Erstellung eines Energieausweises verpflichtet. Als potenzieller Mieter ist es gutes Recht, einen Blick in den Ausweis zu werfen. Er gibt Auskunft über die Energieeffizienz der Wohnung.
Der Ausweis informiert über den Heizwärmebedarf in Kilowattstunden pro m2 und Jahr. Aussagekräftig sind die Angaben jedoch nur bedingt. Sie basieren nicht zwingend auf die realen Werte der besichtigten Wohnung, sondern häufig auf Normwerte und Gesamtwert des Gebäudekomplexes. Als Richtwert können sie bei der Wohnungssuche dennoch herangezogen werden.

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