Der Wattcher – ein gutes Energiemessgerät?

In den Zeiten steigender Energiepreise gewinnen Methoden und Instrumente zur Energieoptimierung an Bedeutung. Dazu gehört auch das Energiemessgerät Wattcher. In dem nachfolgenden Beitrag werden der Funktionsumfang, der Preis und die Praxistauglichkeit des Gerätes beschrieben.

Grundlegendes

Der Wattcher ist ein Energiemessgerät, welches direkt am analogen oder digitalen Stromzähler angeschlossen wird. Über eine Sendeeinheit funkt das Gerät die Gesamtleistungsaufnahme an eine separate Anzeigeeinheit, welche einfach in eine beliebige Steckdose im Umkreis von 20 – 40 Metern zum Stromzähler eingesteckt werden kann. Der Nutzer kann durch die digitale Anzeige leicht erkennen, welche Leistungsänderungen durch das Zu- oder Abschalten von Geräten verursacht werden.

Der Wattcher kann neben der aktuellen Leistungsaufnahme auch noch den durchschnittlichen Tagesverbrauch der letzten Monate und den gesamten Verbrauch der letzten Tage anzeigen. Zudem berechnet er die voraussichtlichen Stromkosten.

Das Sendegerät und das Empfangsgerät mit dem modernen Design sind für rund 100 Euro zu erwerben.

Praxistest
Um die Zuverlässigkeit und Qualität des Produktes beurteilen zu können, wurde der Wattcher einem Praxistest unterzogen. Dabei galt das Augenmerk zunächst der mitgelieferten Bedienungsanleitung, welche durch kostenfrei abrufbare Internetvideos ergänzt werden kann. Hier stellten die Tester fest, dass die Funktionen des Wattchers ausreichend dokumentiert wurden. Hinweise auf eine schlechte Sendeleistung in metallischen Stromkästen sind allerdings nicht zu finden.

Inbetriebnahme und Bedienung
Bei der Inbetriebnahme bemerkten die Tester, dass die Anbringung des Sensors am analogen Stromzähler die größte Herausforderung sei. Um exakte Messergebnisse zu erhalten, sei viel Geduld und Fingerspitzengefühl von Nöten, da der Sensor genau platziert werden müsse.

Im täglichen Gebrauch fällt die Handhabung der Messeinheit nicht schwer. Für leichte Irritationen sorgten hier nur die wechselnde Displayhelligkeit des Wattchers, die sich an den Stromverbrauch anpasst und somit zwischen heller und dunkler Beleuchtung schwankt.

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Der Funktionsumfang
Der Funktionsumfang des Energiemessgerätes ist insgesamt als gut zu beurteilen. Die Testhaushalte regten darüber hinaus allerdings an, dass es vorteilhaft wäre, wenn die gesammelten Daten über eine Schnittstelle, wie zum Beispiel einen USB-Anschluss, auf den eigenen Computer übertragen werden könnten. Dort könnte man dann weitergehende Analysen betreiben, die unter anderem zur Verbesserung des eigenen Energieausweises beitragen könnten.

Preis-Leistung und Ergebnis
Mit einem Anschaffungspreis von rund einhundert Euro liegt der Wattcher teilweise deutlich über dem Preis anderer Energiemessgeräte. Nach der Auffassung der Testhaushalte sind die Mehrkosten nur teilweise durch zusätzliche Funktionen gedeckt. Die Tester bewerteten das Preis- und Leistungsverhältnis daher als mittelmäßig. Schließlich müssten relativ viele Stromkosten eingespart werden, um den Wattcher zu amortisieren.

Im Ergebnis ist jedoch festzustellen, dass der Wattcher die Nutzer überzeugt. Er schneidet beim Praxistest gut oder sogar sehr gut ab, hat aber leider einen hohen Anschaffungspreis. Das Thema Energieoptimierung ist derzeit auch in Niederösterreich und Wien aktuell und somit rückt auch der Wattcher in den Fokus der Betrachter. Ob seine Anschaffung vorteilhaft ist, hängt letztendlich von der eigenen Energiesituation ab.

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