Energiesparlampen: Was es zu beachten gilt

Energiesparlampen: Was es zu beachten gilt

Wer in Wien Wohn- oder Gewerbeimmobilien baut, umbaut, saniert, verkauft oder vermietet braucht bekanntlich einen Energieausweis. Dieser berücksichtigt bei Nicht-Wohngebäuden zur Berechnung des Endenergiebedarfs den Beleuchtungsenergiebedarf. Eine stromsparende Beleuchtung schlägt sich daher in einer besseren Bewertung nieder. Grund genug, sich etwas eingehender mit Energiesparlampen zu befassen.

Lumen, Lichtfarbe und Anlaufzeit

Bei den Glühbirnen galt: je mehr Watt, desto heller. Dieser Zusammenhang ist bei Kompaktleuchtstoff- und LED-Lampen nicht mehr zwingend. Daher wird auf der Verpackung der Wert für die Helligkeit in Lumen angegeben. Eine 60-Watt-Glühbirne strahlt etwa mit 700 Lumen. Eine entsprechende Energiesparlampe hat typischerweise eine Leistung von 15 Watt. Eine 75-Watt-Birne hat eine Helligkeit von 1000 Lumen, was einer 20-Watt-Sparlampe entspricht. Und die 100-Watt-Birne mit 1400 Lumen lässt sich durch eine 23-Watt-Sparbirne ersetzen.

Ein wichtiges Kriterium zur Wahl der richtigen Beleuchtung ist die Lichtfarbe. Sie wird in Kelvin gemessen. Das Licht der klassischen Glühlampe verströmt ein warmweißes Licht von 2700 bis 3300 Kelvin. Neutrales Weiß hat eine Temperatur von 4000 Kelvin, Tageslicht mit einem höheren Blauanteil hat rund 6000 Kelvin. Zum Arbeiten sind 5000 Kelvin empfehlenswert, in der Wohnstube, wo es etwas gemütlicher sein soll, reichen 3300 Kelvin.

Je nach Einsatzgebiet der Lampe ist beim Kauf auch die Start- und Anlaufzeit zu berücksichtigen. Dies ist die Zeit, die nach dem Einschalten vergeht, bis der Leuchtkörper 60 Prozent seiner maximalen Helligkeit erreicht. Der Wert ist auf der Verpackung aufgedruckt. Gerade in Treppenhäusern, wo das Licht nur während kurzer Zeit brennt, ist eine Start- und Anlaufzeit von weniger als fünf Sekunden vorteilhaft.

Energieausweis-Preiswert

Korrekte Entsorgung

Hat die Sparbirne das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, darf sie aufgrund des enthaltenen Quecksilbers nicht im Hausmüll entsorgt werden. Meist nehmen die Verkaufsstellen Energiesparlampen zurück, ansonsten gehören sie in die Altstoffsammelstelle. Geht eine Kompaktleuchtstofflampe zu Bruch, ist es wichtig, sofort die Fenster zu öffnen, da die entweichenden Quecksilberdämpfe gesundheitsschädlich sind. Ohne ein viertelstündiges Lüften kann sich die gefährliche Quecksilber-Konzentration während Stunden in der Luft halten. Nach dem Zusammenkehren (bei offenem Fenster) sind die Scherben in der Altstoffsammelstelle abzugeben.

Sparlampen-Test

Die deutsche Stiftung Warentest hat 2011 anlässlich des Glühbirnenverbots 20 stromsparende Lampen miteinander verglichen, darunter 3 LED-, 14 Kompaktleuchtstoff- und 3 Halogenlampen. Zwei der drei LED-Lampen, Osram Parathom Pro Classic A 80 undPhilips MyAmbiance dimmable, schnitten im Test am besten ab. Sie brannten am hellsten und verbrauchten am wenigsten Strom. Allerdings waren die Preise mit 45 und 40 Euro relativ hoch. Damit rechnen sie sich nur, wenn sie oft und lange zum Einsatz kommen. Sehr viel günstiger waren mit 2,29 bis 7 Euro die Kompaktleuchtstofflampen. Die besten Testergebnisse der Kompaktleuchtstofflampen lieferten Osram Duluxstar Mini Twist, warm comfort light und Osram Duluxstar, warm comfort light. Die Halogen-Glühlampen waren mit 1,99 bis 2,49 Euro zwar sehr günstig, schnitten aber bloß ausreichend ab, da sie wenig energieeffizient sind.

Energiesparlampen sind teurer als die heute verbotenen Glühbirnen, haben jedoch eine bis zu 19 Mal höhere Lebensdauer. Durch konsequente Verwendung von Sparlampen kann eine dreiköpfige Familie nach Berechnungen der Stiftung Warentest bis zu 150 Euro monatlich an Energiekosten einsparen.

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